Licht und Schatten - Johann Wilhelm Schirmer in Italien

Italien, das Sehnsuchtsland der Deutschen, war für die Künstler des 19. Jahrhunderts der Höhepunkt ihrer Ausbildung und eine Quelle unerschöpflicher Inspiration. Die Reise nach Italien war Maßstab für ihr künstlerisches Schaffen.

  • -

Als Schirmer mit der Ernennung zum Professor das erhoffte Stipendium für seine obligatorische Italienreise erhielt, überraschten ihn am Traumziel jedoch ambivalente Gefühle. Die atemberaubende Schönheit der italienischen Landschaft mit den eigenen künstlerischen Wurzeln zu verbinden, ohne dabei den Innovationsanspruch als Landschaftsmaler und Pädagoge aufzugeben, stellte eine Herausforderung dar. Schirmers bislang verschollen geglaubte Briefe, kombiniert mit einer inspirierenden Auswahl an Gemälden – darunter bisher unbekannte Freilichtstudien – zeugen von dem Ringen des Künstlers um seinen eigenen Weg.

Die Ausstellung folgt keinem klassischen Rundlauf: Der Besucher entscheidet selbst, ob er die positive oder die negative Reiseerfahrung nachempfinden möchte. Dadurch ergeben sich Reflexionen, die unsere Art, Geschichte zu erzählen, hinterfragen und den Besucher zu einem kritischen Umgang mit historischen Quellen anregen. In diesem Zusammenhang entfaltet sich eine gesellschaftsrelevante Dimension der Ausstellung – parallel zu den Themenfeldern Düsseldorfer Landschaftsmalerei in Italien und Reisen im 19. Jahrhundert.

 

Zur Ausstellung liegt ein Begleitheft in Englisch aus. Für Familien bietet ein eigenes Heft kindgerechte Ansätze, um die vermittelten Themen besser zugänglich zu machen.

 

Restaurierungen und Ankäufe gefördert vom:

Die Ausstellung ist Teil des Verbundsprojekts “Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland”

Mehr Info