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Weltreich & Provinz - Ausstellung im Museum Zitadelle Jülich

Weltreich & Provinz - Die Spanier am Niederrhein

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Museum Zitadelle

An die hundertjährige Anwesenheit spanischer Herrschaft am Niederrhein von 1560 bis 1660 erinrt man sich kaum noch. Und doch wurden in dieser Zeit, die von Kriegen, Gräueltaten, kultureller und wirtschaftlicher Blüte zugleich geprägt war, politische Grenzen und Einflussbereiche von Monarchien und der Kirche neu gesteckt. Mit Nachwirkungen bis heute.

Weltreich & Provinz

Ausgangspunkt für den rund hundertjährigen spanischen Truppeneinsatz am Niederrhein war der Spanisch-Niederländische Krieg, in dem die Nördlichen Niederlande ihre Unabhängigkeit von der spanischen Herrschaft erkämpften.

Sowohl die niederländischen Aufständischen als auch die spanischen Herrführer setzten ihre Truppen auch am benachbarten Niederrhein ein. Denn wer die Festungen am Rhein kontrolliert, bestimmte den Verlauf des Krieges. Die damals moderne Renaissancefestung Jülich nahm dabei eine Schlüsselrolle ein. Sie lag an der sog. Spanischen Straße, über die Spanier von Oberitalien aus ihre Truppen mit Nachschub versorgten.

1610 war Jülich in einer spektakulären Belagerung in die Hände der niederländischen Generalstaaten gefallen. Im September 1621 zog darum ein spanisches Heer vor die Tore deer Stadt, um diese wichtige strategische Festung zurück zu erobern.

Zum 400sten Jubiläum der Belagerung und Einnahme der Stadt Jülich durch die Spanier zeigt die Ausstellung “Weltreich und Provinz” Facetten des spanischen Jahrhunderts am Niederrhein. Eine Zeit, die von Kriegen geprägt war, aber auch kultureller Blüte und wirtschaftlichen Erfolgen geprägt war und nach der nichts mehr so war wie zuvor: politisch, konfessionell und territorial.

Eine Ausstellung im Pulvermagazin der Zitadelle.